Kongress "Breitenkultur im Saarland" startet erfolgreich

Der Landesmusikrat Saar e.V. veranstaltete in Zusammenarbeit mit der Landesakademie für musikalisch-kulturelle Bildung e.V. am vergangenen Samstag den Kongress „Breitenkultur im Saarland – auch zukünftig?“. Mit insgesamt 45 Teilnehmerinnen und Teilnehmern diskutierte man in Arbeitsgruppen, während des gesamten Tages, über Chancen und Möglichkeiten für die saarländische Vereinsarbeit.

Die Breitenkultur verändert sich. Die Tatsache trifft wohl nicht nur auf das Saarland zu, sondern höchst wahrscheinlich auf das gesamte Bundesgebiet. Allerdings engagieren sich im Saarland überdurchschnittlich viele Mitbürger in den verschiedensten, ortsansässigen Vereinen. Alleine der Landesmusikrat gemeinsam mit der Landesakademie, als Dachorganisationen aller musisch-kulturellen Vereine im Saarland, repräsentieren weit mehr als 1.000 Vereine mit über 150.000 aktiven Mitgliedern. Dieses kulturelle Erbe lebendig zu halten war Ausgangspunkt des Kongresses am 07. September 2019.

Nach dem Grußwort des Bildungsministers Ulrich Commerçon begann die Veranstaltung mit dem Impulsvortrag von Etienne Emard, dem Geschäftsführer des Landesmusikrates Rheinland-Pfalz. Dort wurde während der letzten zwei Jahre ein ähnlicher Veränderungsprozess in der Breitenkultur angestoßen. Anschließend teilten sich die Teilnehmer in vier Arbeitsgruppen zu den Themen Stärken, Visionen, Gefahren und Schwächen auf. Neben einer Vielzahl von engagierten Vereinsmitgliedern lockte der Kongress auch Mitglieder des saarländischen Landestages, Vertreter des Ministeriums für Bildung und Kultur und der Arbeitskammer in die Jugendherberge Homburg. Sogar ein Vertreter des Landesmusikrates Brandenburg machte sich auf den weiten Weg an die Saar um Impulse für eine ähnliche Umstrukturierung zu erhalten. 

Die Vielfalt der Teilnehmer ermöglichte spannende Diskussionen und erhöhte das Bewusstsein für den Stellenwert der Breitenkultur. 

Bernhard Fromkorth, der Präsident des Landesmusikrates Saar, fasst den Tag wie folgtzusammen: „Mein persönlicher Eindruck ist, dass es eine sehr gelungeneAuftaktveranstaltung war. Der inspirierende Impuls-Vortrag von Etienne Emard zeigte, wie lohnenswert die Entwicklung eines solchen Prozesses auch im Saarland sein kann. Das Grußwort des Ministers und seine kompetenten Ergänzungen machten große Wertschätzung für die Breitenkultur deutlich und signalisierten wohlwollende Unterstützung für die Entwicklung einer Zukunftsstrategie. Diese Veranstaltung war ein Ausrufezeichen für die Breitenkultur! Das Selbstverständnis für das eigene Tun wurde gestärkt und die kreativen Ideen sprudelten.“

Ausgehend von den erarbeiteten Visionen, wie einer Ehrenamtspauschale, mehr Musikzweige an Schulen und allgemein einer besseren Vernetzung zwischen allen Akteuren der Breitenkultur, soll der angestoßene Zukunftsprozess in weiteren Arbeitsschritten vorangetrieben werden. Ziel ist es noch mehr Aufmerksamkeit innerhalb der Gesellschaft und der Politik für dieses Thema zu generieren.