Instrument des Jahres 2026

2026 wird ein echter Weltenbummler zum Instrument des Jahres: das Akkordeon!

Download Pressemitteilung | Download Vita Roth | Download Foto Roth (© Nick Konstantin Otto)

Mit jeder Bewegung seines Balgs atmet es Musik. Mal entfaltet es die Klangfülle eines ganzen Orchesters, mal berührt es mit der feinen Melodie eines alten Chansons. Diese beeindruckende Bandbreite und Wandlungsfähigkeit machen das Akkordeon zu einem ausdrucksstarken Instrument, das ebenso auf großen Bühnen zuhause ist, wie in intimen kammermusikalischen Momenten.

Das Akkordeon ist ein musikalischer Weltenbummler: Ob im argentinischen Tango, der französischen Musette, in osteuropäischen Volksweisen oder der deutschen Volksmusik – es prägt den Klang ganzer Kulturen. Seit seiner Erfindung Anfang des 19. Jahrhunderts in Europa begeistert das Akkordeon als ein tragbares Orchester – stilsicher in allen musikalischen Genres. Als Vorläufer gelten Instrumente wie die chinesische Mundorgel Sheng, die das Prinzip der durchschlagenden Zunge ins Abendland brachten. 1829 ließ sich der Wiener Instrumentenbauer Cyrill Demian ein erstes "Handharmonika"-ähnliches Instrument patentieren – klein, tragbar und mit dem charakteristischen Balg ausgestattet. Von dort aus trat das Akkordeon seine Reise durch die Welt an und wurde in unterschiedlichsten Musiktraditionen fest verankert.

Vom Shanty über Tango bis zur Zeitgenössischen Musik und vom Sheng über das Bandoneon bis zum großen Konzertakkordeon – wir feiern das Akkordeon in allen Erscheinungsformen und Musikstilen. Freuen Sie sich mit uns auf das Jahr des Akkordeons und entdecken Sie ein Instrument, das die ganze Welt in seinen Falten trägt!

Für das Saarland konnte Daniel Roth als Botschafter gewonnen werden.

Daniel Roth kommt, seit er mit acht Jahren das Akkordeon für sich entdeckte, nicht mehr davon weg. In der Musik interessierten ihn schon immer unkonventionelle Ansätze und Ideen. Sein Studienweg führte ihn über Weimar an die Sibelius Akademie in Helsinki und wieder zurück an die Hochschule für Musik FRANZ LISZT nach Weimar, wo er sowohl Akkordeon als auch Musiktheorie im Master studierte.

Seine Preise und Auszeichnungen belegen seine musikalische Vielseitigkeit und Bandbreite, so u.a. mit dem FRANZ LISZT-Preis seiner Alma Mater 2022, für besonderes musikalisches und gesellschaftliches Engagement, dem 1. Preis beim internationalen Akkordeonwettbewerb accordéon-nous in Belgien 2023
in der Kategorie Varieté, oder dem John-Cage-Award für zeitgenössische und experimentelle Musik 2025 als Duo con:trust. Zusammen setzen sie sich für die Musik unserer Zeit ein und realisieren zahlreiche Uraufführungen für ihre Besetzung.

Mit Auftritten bei Festivals wie dem Kurt Weill Fest in Dessau, den BachSpielen in Leipzig oder Unerhörte Musik Berlin, sowie Konzertorten wie der Philharmonie in Berlin und Essen, zählt das Duo con:trust zu den gefragtesten Künstlern auf ihrem Instrument in Deutschland. Auch international gastierten sie bereits konzertant u.a. in Griechenland, Israel, Dubai in den VAE, den USA und Kanada.

Mit klassischer Ausbildung interessiert ihn aber auch stets der Blick über den Tellerrand hinaus. Genreübergreifend soll das Instrument im Vordergrund stehen und seine Vielfalt unter Beweis stellen. Ob Jazz Manouche, die Musik des Balkans und Osteuropas, das klassische Lied oder auch populäre Musik, alles kommt in dem Instrument und seinen künstlerischen Projekten zusammen, um so zwischen den musikalischen Welten zu wandern und neue zu Wege wagen.
So zählt der Beitrag, den sie als Duo beim Supertalent 2024 lieferten, mit über 2 Millionen Aufrufen auf YouTube zu den erfolgreichsten Acts der Sendung.

Roth widmet sich auch verstärkt der Improvisation und Komposition, was ihm nicht nur den Förderpreis beim Improvisationswettbewerb der Gesellschaft für Musiktheorie e.V. 2023 in Salzburg einbrachte, sondern auch neue Werke entstehen lässt. So kam 2024 die Musik für die Tintenherz-Inszenierung am Theater Erfurt zustande, für die Roth die Musik komponierte. 2026 ist die Aufführung seiner ersten Oper mit Der Fall der Frieda Baum geplant.

O-Töne:

  • Deutschlandfunk Kultur hebt hervor: „Die Nutzung und Weiterentwicklung der Möglichkeiten unserer Zeit macht das Duo con:trust zu einem modernen Musikstartup.“
  • „Das ist staunen machende Synchronizität, blindes Eingespielt-Sein auf den jeweils anderen und vor allem ein auf unbedingte Präzision abzielendes Musikideal, das sich keine Spielfehler, keine Schwammigkeiten erlaubt.“ – Nürnberger Nachrichten
  • Dieter Bohlen betont: „Musikalisch ist das eine glatte 1 mit Sternchen!“

Zum Projekt „Instrument des Jahres“:
Seit 2008 wird jedes Jahr ein Instrument des Jahres gekürt und 12 Monate in den Fokus gestellt. Jedes Bundesland beruft eigene Schirmherr*innen bzw. Botschafter*innen und hat seine eigene Vorgehensweise, um das länderübergreifende Ziel zu erreichen: Neugier und Aufmerksamkeit auf die vielen Facetten des Akkordeons zu lenken. Informationen rund um das Akkordeonjahr im Saarland finden Sie nach und nach auf unserer Website oder beim Fachverband unter www.akkordeon-saar.de. Weiterführende und allgemeine Informationen zum bundesweiten Projekt finden Sie auch unter www.instrument-des-jahres.de.